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»Ich hatte mit Radioaktivität zu tun«

Ehemaliger Arbeiter des Atommülllagers Asse ist an Leukämie erkrankt

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Schlosser Eckbert Duranowitsch arbeitete im »Forschungsbergwerk« Asse und erkrankte dann an Leukämie. Doch der Betreiber weist alle Vorwürfe zurück.

Noch heute pumpen Arbeiter Wasser aus den Stollen.

Drei Jahre lang fuhr Eckbert Duranowitsch jeden Tag ins Bergwerk Asse ein. Dort liegen etwa 126 000 Fässer mit Atommüll. Mindestens eine der Lagerkammern gilt als einsturzgefährdet, und ein Teil der durch die Stollen schwappenden Lauge ist radioaktiv belastet. Duranowitsch hat Leukämie. Er glaubt, dass die heimtückische Krankheit mit seiner Arbeit im Atommülllager zusammenhängt. Beweisen kann er das nicht. Anfang 1987 heuerte Duranowitsch als Maschinenschlosser in der Asse an. Dass in dem Bergwerk Atommüll lag, wusste er natürlich. Probleme mit Radioaktivität gebe es aber nicht, versicherten ihm die Vorgesetzten. In dem weitläufigen Grubengebäude installierte Duranowitsch Messinstrumente und Druckgeber für gebirgsmechanische Versuche. »Ich musste die Messdaten erfassen und dokumentieren«, schildert er seine damalige Tätigkeit. Einige Messpunkte seien schwer erreichbar gewesen, weil die in das Bergwerk sickernde Lauge teilweise in die a...


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