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Wowereit verteidigt Bread & Butter

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Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) stellte sich gestern im Roten Rathaus trotz harscher Kritik hinter seine Entscheidung, die Modemesse Bread & Butter nach Berlin zu holen. Besonders verwundert zeigte sich Wowereit über die Kritik des brandenburgischen Wirtschaftsministers Ulrich Junghanns (CDU) an den Ansiedlungsplänen in Tempelhof sowie der damit verbundenen Absage an die Filmstudios Babelsberg. In zwei Hangars Filmstudios unterzubringen war keine »additive Lösung«, sagte Wowereit. Wäre es zu einer solchen Vereinbarung gekommen, hätten in Brandenburg entsprechende Kapazitäten an Filmstudios geschlossen werden müssen. Dass sich Junghanns als zuständiger Landesminister darüber gefreut hätte, sei seltsam, so Wowereit. Darüber hinaus habe es innerhalb des Senats große Bedenken gegenüber dem Konzept eines Filmhafens gegeben. Beispielsweise, weil man keinen Einfluss auf künftige Vermietungen gehabt hätte.

Inwiefern sich die Entscheidung zugunsten der Modemesse finanziell auswirke, wollte Wowereit aus rechtlichen Gründen nicht beziffern. Er verwies jedoch darauf, dass Bread & Butter mit 80 000 Gästen und 800 Ausstellern ein Event sei, dessen wirtschaftliche Potenz als enorm anzusehen ist. Nicht umsonst hätten sich auch andere europäische Großstädte wie Paris und Mailand für die Messe interessiert. »Uns ist es gelungen, einen wichtigen Impuls für den Kreativ- und Modebereich zu geben«, so Wowereit, der die Medien mahnte, diesen Ansiedlungserfolg nicht kaputt zu schreiben. Schließlich würden auch andere temporäre Nutzungen nicht gänzlich unmöglich. Und: 60 000 Quadratmeter des Gebäudes in Tempelhof seien noch gar nicht vermietet.

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