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Schaffen im Dienst des Humanismus

Zum Tode des großen Komponisten Günter Kochan

  • Von Werner Wolf
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Günter Kochan

Obwohl der am Sonntag im Krankenhaus Neuruppin gestorbene Berliner Komponist Günter Kochan in der DDR an vielen erfolgreichen Aufführungen mitwirken konnte, drängte er sich nie in den Vordergrund. Er wollte mit seiner Musik überzeugen, nicht durch provozierende Experimente und Reden. Von frühen Erfolgen ließ sich der am 2. Oktober 1930 im Niederlausitzer Luckau Geborene nie zur Selbstgefälligkeit verleiten.

Sein 1952 uraufgeführtes erstes Violinkonzert, das als beachtliches Beispiel für die Verbindung von Tradition und Neuerertum hervorgehoben wurde, verstand er bescheiden bleibend als eine Schülerarbeit zur Bewältigung der großen Form. Mit Kammermusik erschloss er sich in den 1950er Jahren den Weg dahin. Zugleich fanden urfrische, gern gesungene Lieder wie »Signale der Jugend« viel Anklang.

Seine Vorbilder sah der junge Günter Kochan vor allem in Komponisten wie Béla Bartók und Dmitri Schostakowitsch. Die in jener Zeit in den höchsten...


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