Die Hoffnung stirbt zuletzt

Der wissenschaftliche Nachwuchs entwickelt sich zusehends zum akademischen Prekariat

  • Von Jürgen Rubelt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die »Droge Wissenschaft« hält viele Jungakademiker im Hochschulbetrieb, obwohl die Arbeitsverhältnisse und Verdienstmöglichkeiten dort alles andere als optimal sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die heute in Berlin vorgestellt wird.

Welcher normale Mensch würde sich das antun? 13 Jahre schulisches Büffeln mit guter Abschlussnote, sechs Jahre Ausbildung auf einer Universität und nachgewiesenes überdurchschnittliches Leistungsniveau bei der Abschlussprüfung ohne jede Entlohnung, weitere drei bis fünf Jahre Weiterqualifizierung und Arbeit auf halber bezahlter Stelle, jeweils kurzfristig hintereinander befristet zwischen sechs und 28 Monate mit einer realen wöchentlichen Arbeitszeit von durchschnittlich 46 Stunden und schwerer Abschlussarbeit und -prüfung mit der Zukunftsaussicht für viele weitere Jahre auf befristete (Teilzeit-)Verträge. Urlaub wird meist nur verkürzt oder manchmal gar nicht genommen, Familienplanung und Kinderwunsch werden hintangestellt, eine stattliche Minderheit (25 Prozent) rechnet mit dem Auslaufen des aktuellen Vertrages und mit Arbeitslosigkeit. Aber die Hoffnung auf eine tolle Arbeitsstelle irgendwann und irgendwo stirbt zuletzt.

Die meisten...

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