Es gibt ein Leben danach!

Aber es ist ein Musical – die Neuköllner Oper inszeniert »Leben ohne Chris«

  • Von Anouk Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Ich hab’s total verkackt!« Kurz und knapp fasst der 18jährige Chris sein bisheriges Leben zusammen – nur, ändern kann er nichts mehr. Denn da war plötzlich dieser Baum, der sich ihm und seinem Moped in den Weg stellte, und als Chris wieder aufwacht und nach Hause humpelt, scheint ihn niemand mehr wahrzunehmen. Dafür taucht ein komischer Typ mit Flügeln auf und behauptet, er, Chris, sei tot und müsse mitkommen.

Das Leben ein Musical? Nur das Leben nach dem Tod, beruhigen Wolfgang Böhmer (Musik) und Peter Lund (Text und Regie), das Kreativ-Traumpaar der Neuköllner Oper, ihre Zuschauer. »Leben ohne Chris« heißt ihr neues Werk, wieder einmal eine Koproduktion mit der UdK Berlin, und trotz des tiefsinnigen Themas und der schwierigen Fragen, die es aufwirft, ist eine im besten Sinne typische Lund/Böhmer-Arbeit entstanden: mit leichter Hand inszeniert, schwungvoll und locker, mit herrlich bösen Dialogen, toller Musik und mitreiße...

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