Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Nicht nur eine Frage des Glaubens

Über einen werteorientierten Schulunterricht wird seit 60 Jahren gestritten

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Riss geht quer durch die Kirchen: Michael Bongardt war früher Priester, später Professor für systematische katholische Theologie und Dogmatik an der Freien Universität (FU) Berlin. 2003 schied er aus dem Priesteramt, seit gut drei Jahren leitet er das Institut für vergleichende Ethik an der FU und zeichnet damit für die Ausbildung der Ethiklehrer verantwortlich. Beim Streit zwischen dem Wahlpflichtfach Religion und dem Pflichtfach Ethik bezieht er eine eindeutige Position. Er sei für den Religionsunterricht, sagt Bongardt, doch die Teilnahme daran müsse freiwillig und nur auf Grundlage eines verpflichtenden Besuchs des Ethikunterrichts erfolgen.

Der Riss geht quer durch die Bundesrepublik und ist so alt wie das Grundgesetz: Dort ist der Religionsunterricht als einziges Fach als ordentliches Lehrfach abgesichert (Artikel 141). Ausbildung und Bezahlung der Religionslehrer erfolgen an staatlichen Universitäten, über die Lehrinhalte ent...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.