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Druck auf Junta wächst

Freilassung von Suu Kyi in Myanmar verlangt

Brüssel (epd/ND). Nach der Festnahme der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wächst der Druck auf die Militärregierung in Myanmar. UNO und EU forderten die Junta am Freitag auf, die Friedensnobelpreisträgerin unverzüglich freizulassen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte in Brüssel an, alle verfügbaren Kanäle zu nutzen, um einen Dialog voranzubringen.

Der UN-Sonderberichterstatter für Myanmar, Tomás Ojea Quintana, sagte in Genf, die Verhaftungen der Friedensnobelpreisträgerin und ihrer zwei Mitarbeiterinnen verletzten die Bestimmungen der Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte und die Gesetze Birmas. Zuvor hatte auch US-Außenministerin Hillary Clinton die Verhaftung der 63-Jährigen scharf verurteilt. Suu Kyi, die bereits seit sechs Jahren unter Hausarrest stand, sitzt im Insein-Gefängnis in Yangon und soll am Montag vor Gericht kommen. Ihr wird vorgeworfen, den US-Amerikaner John Yettaw empfangen und damit gegen die Bestimmungen ihres Arrests verstoßen zu haben. Suu Kyi sagte aus, der 53-Jährige habe sie gegen ihren Willen besucht. Die Motive des Besuchers sind nach wie vor unklar.

Die Anklage gegen die Politikerin ist nach Einschätzung von Menschenrechtsorganisationen ein Vorwand, um ihren Arrest zu verlängern. Dieser läuft Ende Mai aus. Nach Angaben ihres Anwalts ist Suu Kyi in einem »Gästezimmer« des Gefängnisses untergebracht.

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