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Mit Forschung gegen die Krise

Innovative Firmen federn Folgen leichter ab

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Die 2800 ostdeutschen Firmen mit eigener Forschung und Entwicklung (FuE) sind weniger anfällig gegenüber Rezession und Krisen. Einer aktuellen Umfrage des Verbandes Innovativer Unternehmen (VIU) zufolge ist die Mehrzahl der Mitgliedsunternehmen optimistisch, die wirtschaftlichen Ausfälle mittelfristig durch FuE für neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen abzufedern.

Gegenüber Bundestagsabgeordneten würdigte Verbandsvorsitzender Hilmar Fuchs dieser Tage in Berlin solche Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Als Beispiel führte er das in Magdeburg ansässige Institut für Automatisation und Kommunikation (Ifak) als Inputgeber für eine ganze Branche an. Ifak-Wissenschaftler hatten ein Warnsystem für – sich durch den Klimawandel häufende – plötzliche Extremwettersituationen entwickelt, das jetzt vermarktet werden soll.

Fuchs kündigte gleichzeitig die Erweiterung des Wirkungsbereichs seines Verbandes auf das gesamte Bundesgebiet an. Der VIU war 1992 zum Erhalt der ostdeutschen Industrieforschung gegründet worden. Da es auch in den alten Bundesländern strukturschwache Regionen gebe sowie kleine und mittlere Industrieforschungseinrichtungen überall ähnliche Probleme hätten, habe sich der Verband in den letzten Jahren bereits für eine Öffnung der Förderprogramme eingesetzt. Man begrüße die Ausdehnung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand durch das Bundeswirtschaftsministerium.

Aktuell appelliert der VIU an Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), das für die grundfinanzierten öffentlichen Forschungseinrichtungen wie das Ifak wichtige Modellvorhaben »Investitionszuschuss technische Infrastruktur« – dafür hat der Bund 2009 erstmals 10 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt – zu erhöhen und in den nächsten Jahren zu verstetigen. Hintergrund ist der immense Nachholbedarf bei der Geräte- und Gebäudemodernisierung in den Forschungszentren. Zudem lehnt der VIU die in vielen Programmen aufrechterhaltenen unterschiedlichen Fördersätze für produzierende Unternehmen (GmbH) und gemeinnützige Forschungseinrichtungen (gGmbH bzw. e.V.) sowie deren Ungleichbehandlung gegenüber institutionell geförderten Einrichtungen wie den Fraunhofer-Gesellschaften ab. Der Bund solle nach Forschungsrelevanz und -tiefe und nicht nach Rechtsform fördern.

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