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Keine Lösung

  • Von Mattes Dellbrück
  • Lesedauer: 2 Min.

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Länger als ein Vierteljahrhundert dauerte der Bürgerkrieg auf Sri Lanka, etwa 80 000 Menschen starben bei den Auseinandersetzungen zwischen der Regierung in Colombo und den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE), die einen unabhängigen Staat für die tamilische Minderheit mit blutiger Gewalt anstrebten. Jetzt sollen sie die Waffen gestreckt haben, wobei die Botschaften der Rebellen am gestrigen Sonntag widersprüchlich ausfielen. Eines allerdings war schon zuvor sicher: Die Separatisten, die einst ein Viertel der südostasiatischen Insel kontrollierten und vielen militärisch kaum besiegbar schienen, wurden von der Armee auf einen schmalen Küstenstreifen im Nordosten des Landes zurückgeworfen. Der Traum von der Eigenstaatlichkeit ist vorerst ausgeträumt. Er hat bis zuletzt vor allem zahlreiche Zivilisten das Leben gekostet, die zwischen die Fronten getrieben wurden.

Das aber sind für Präsident Mahinda Rajapakse nur Kollateralschäden im Kampf gegen Terrorristen, denn als solche wurde die LTTE auch von der EU und den USA eingestuft. Doch so wenig Rajapakse in den vergangenen Monaten seines Vernichtungsfeldzuges bereit war, das Leben Unschuldiger durch Verhandlungen zu schonen, so wenig hat er ein politisches Konzept, wie die Tamilen-Minderheit künftig eingebunden werden kann. Zur Zeit wird sie in einstigen LTTE-Gebieten unter unsäglichen Bedingungen interniert, um Rebellen aufzuspüren. Die Diskriminierung eines knappen Fünftels der Bevölkerung in Sri Lanka bildet den idealen Nährboden für anhaltenden Widerstand auch ohne klar erkennbare Fronten. Das nächste Selbstmordattentat ist so schon programmiert.

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