Die Kita-Akademikerinnen

Das Berufsbild der Erzieherinnen wandelt sich, die schlechten Arbeitsbedingungen bleiben

  • Von Jana Findeisen
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Schlechte Bezahlung, Überlastung, Überstunden – die Arbeit in vielen Kindertagesstätten ist kein Zuckerschlecken. Bundesweit streiken seit kurzem Erzieherinnen und Erzieher, um auf krankmachende Bedingungen und schlechte Entlohnung aufmerksam zu machen. Eine Aufwertung könnte der Beruf durch seine Akademisierung erfahren.

Karikatur: Christiane Pfohlmann

Der Quantensprung fand in Berlin vor gut fünf Jahren statt: An der Alice-Salomon-Hochschule entstand 2004 der deutschlandweit erste grundständige Studiengang für Erzieherinnen und Erzieher. Seitdem können angehende Erzieherinnen im Fach »Erziehung und Bildung im Kindesalter« lernen, wie man Kinder von der Geburt bis zum Ende des Grundschulalters optimal und ganzheitlich fördert.

Dafür beschäftigen sich die Studierenden neben Pädagogik auch mit Neurobiologie, mit Gender-Theorie (Geschlechtsspezifk) und Fragen der Interkulturalität. Sie eignen sich Lehrfähigkeit in den wichtigsten Bildungsbereichen von Mathematik bis Kunst an, lernen, wie man Krankheiten erkennt und Gesundheit fördert, wie man pädagogische Einrichtungen organisiert und mit Beteiligten kommuniziert – und damit ist der Lehrplan längst nicht erschöpft. Kinder als kreative und kompetente Wesen wahr- und ernst zu nehmen, das gehört laut einer Broschüre zum Bildungsverst...


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