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Kinder in Heimen der Kirchen missbraucht

Untersuchungsbericht in Irland veröffentlicht

London/Dublin (dpa/ND). Über Jahrzehnte haben Priester, Nonnen und Mönche tausendfach Kinder in katholischen Einrichtungen Irlands erniedrigt und missbraucht. Die Kinder wurden in Erziehungsanstalten, Schulen oder Heimen zwischen den 30er und 90er Jahren vergewaltigt, geschlagen und gequält. Die Kirche wusste von den Übergriffen, der Staat hat bei der Kontrolle versagt, wie aus den Ermittlungen einer Sonderkommission hervorgeht, die am Mittwoch nach einer neun Jahre langen Untersuchung in Dublin vorgestellt wurden. Das Oberhaupt der Katholiken in Irland entschuldigt sich für die Übergriffe.

In den mittlerweile geschlossenen Einrichtungen waren bis Ende der 80er Jahre rund 35 000 Kinder untergebracht. Brutale Schläge waren an der Tagesordnung, regelmäßige sexuelle Übergriffe wurden vertuscht, indem die Kirche einige Peiniger versetzte, wie es in dem Bericht heißt.

Neue strafrechtliche Ermittlungen ergeben sich durch den Bericht nicht, weil nach einer Entscheidung aus dem Jahr 2004 die Namen der Peiniger für die Untersuchung anonymisiert werden mussten. Einzelne Täter waren schon früher verurteilt worden. Mehr als 12 000 Opfer waren bereits entschädigt worden.

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