Drei Herausforderer für Ahmadinedschad

Auftakt für die Endphase des Präsidentschafts-Wahlkampfes in Iran

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Vier Kandidaten hat die beim Wächterrat angesiedelte Wahlbehörde Irans zu den nächsten Präsidentschaftswahlen zugelassen: den Amtsinhaber und drei Herausforderer.

Statt des amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad können die Iraner am 12. Juni auch den früheren Ministerpräsidenten Mir Hussein Moussavi, den ehemaligen Parlamentssprecher Mehdi Karrubi oder den früheren Chef der Revolutionsgarden Mohsen Rezai wählen. 46,2 Millionen Wahlberechtigte gibt es. Ursprünglich hatten sich 475 Iraner als Kandidaten registrieren lassen, darunter 42 Frauen.

Der Radio- und Fernsehsender IRIB wird nun Debatten mit den vier Kandidaten ausstrahlen. Der Leiter des Senders, Ezatollah Zarghami, erklärte, alle Kandidaten mit der gleichen »Fairness« zu behandeln, was Karrubi und Moussavi allerdings anzweifeln. Beide haben sich schriftlich beschwert, dass IRIB durch die ausgedehnte Berichterstattung über Ahmadinedschad »wiederholt und offen die Neutralität« verletzt habe, zu der die Sendeanstalt verpflichtet sei. Moussavi wandte sich auch an Parlamentssprecher Ali Laridschani, den Obersten Richter Ayatollah Mahmud ...


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