Endgültiges Aus für Hertie

Schließung von 54 Häusern besiegelt

  • Von Uta Knapp
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach zehn Monaten endete der Kampf um die Rettung der insolventen Essener Warenhauskette Hertie mit einem Tiefschlag für die 2600 Mitarbeiter.

»Manche der Kollegen sind zusammengebrochen und haben geweint«, beschreibt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bern Horn die erste Reaktion der Beschäftigten auf das am Mittwoch von der Gläubigerversammlung des Unternehmens besiegelte Aus für die bundesweit 54 Filialen. Bei einem Altersdurchschnitt von Mitte vierzig in der Belegschaft habe vermutlich kaum einer der Kollegen noch eine realistische Chance auf einen neuen Arbeitsplatz.

Nach der Anmeldung der Insolvenz im Sommer 2008 hatten die Chancen für die aus ehemaligen Warenhäusern des Arcandor-Konzerns gebildete Warenhauskette zunächst nicht schlecht gestanden. Insgesamt 19 besonders unrentable Warenhäuser wurden im Frühjahr 2009 vom Insolvenzverwalter geschlossen, für eine Übernahme der verbliebenen 54 Warenhäuser meldeten verschiedene Investoren Interesse an. Dabei schien es auch kein Hinderungsgrund zu sein, dass Hertie 2007/2008 einen Verlust in Rekordhöhe von mehr als ein...


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