Werbung

Über 60 Tote in Irak bei Terroranschlägen

Attentate in Bagdad und anderen Städten

Die tödliche Gewalt lässt Irak nicht los: Über 60 Menschen sind am Mittwoch und Donnerstag bei Terroranschlägen ums Leben gekommen.

Bagdad (Agenturen/ND). Am Mittwochabend starben in der Hauptstadt Bagdad 41 Menschen durch eine Autobombe, mindestens 76 weitere wurden nach Berichten der irakischen Nachrichtenagentur Aswat Al-Irak bei dem Anschlag verletzt, als der in einem Auto versteckte Sprengsatz explodierte. Neun Menschen kamen bei einem Selbstmordanschlag am Donnerstag in der Ölstadt Kirkuk im Norden Iraks ums Leben. Weitere zwölf Menschen riss ein Selbstmordattentäter auf einem Markt in Dura, südlich von Bagdad, mit in den Tod.

Das mit Sprengstoff beladene Auto sei neben einem beliebten Restaurant in Bagdads überwiegend von Schiiten bewohntem Stadtteil Al-Schula geparkt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die umliegenden Gebäude seien schwer beschädigt worden. Außerdem seien elf Autos ausgebrannt. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Es gebe kein erkennbares militärisches Ziel, sagten Ärzte in Bagdad. Das Attentat ereignete sich zur Stoßzeit, als viele Menschen zum Einkaufen in den Straßen waren.

Die neun in Kirkuk getöteten Mitglieder einer sunnitischen Miliz gehörten einem der sogenannten Erweckungsräte an, die mit der irakischen Regierung und den US-Truppen im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Qaida zusammenarbeiten. Sie hatten sich gerade versammelt, um ihren Sold entgegenzunehmen.

Diese Situation hatten Terroristen wiederholt zu tödlichen Anschlägen gegen Mitglieder dieser Milizen genutzt.

Bei einem weiteren Anschlag in Bagdad sind am Donnerstag drei US-Soldaten getötet worden. Wie die US-Armee in der irakischen Hauptstadt mitteilte, gehörten die Soldaten einer Patrouille an, in deren Nähe am Vormittag ein Sprengsatz explodierte.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!