Gemeinsam sind wir stark– linker Journalismus ist mir etwas wert!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Jörg Meyer
29.05.2009

Gröbenufer wird zu May-Ayim-Ufer

Ein Stück Kolonialismus verschwindet aus dem Stadtbild

Seine Tage sind gezählt. Bald steht hier ein Schild, das de
Seine Tage sind gezählt. Bald steht hier ein Schild, das den Namen May-Ayim-Ufer trägt.

Auf ihrem Plenum am Mittwochabend beschloss die Friedrichshain-Kreuzberger BVV mit den Stimmen von Grünen, LINKE und SPD die Umbenennung des Gröbenufers. Künftig soll es May-Ayim-Ufer heißen.

Die Umbenennung geht auf einen Antrag der Grünen von 2007 zurück. Der größte Teil der Arbeit lag jedoch bei zivilgesellschaftlichen, afrodeutschen und deutschen Gruppen wie AfricAvenir, der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD), der Werksstatt der Kulturen (WdK) oder dem Berliner entwicklungspolitischen Ratschlag (BER). Die hatten zusammen ein Dossier über koloniale Straßennamen erarbeitet. Da in Berlin die Bezirke für Straßenumbenennungen zuständig sind, suchten sich die Initiativen Verbündete in der BVV und wurden bei den Grünen fündig. Nach dreijähriger Arbeit können sie den Erfolg feiern.

Das Gröbenufer nach May Ayim zu benennen, bedeute »eine Perspektivumkehr des Gedenkens«, betonte Joshua Kwesi Aikins. Philippa Ebéné, Leiterin der WdK, sagte, die Umbenennung könne nur ein Anfang sein. Noch immer hießen acht Straßen nach Kolonialverbrechern.

Otto Friedrich von der Gröben (1657-1728), nach dem die Straße seit 1895 benannt ist, gründete die Festung »Großfriedrichsburg« im heutigen Ghana. Von dort aus wurden über 30 000 afrikanische Menschen zur Sklavenarbeit in die Karibik und nach Europa verschifft. Jeder zehnte überlebte allein den Transport nicht.

May Ayim, die Tochter eines Ghanaers und einer Deutschen war eine international bekannte afrodeutsche Dichterin, Pädagogin und Kreuzbergerin. Sie wand sich fortwährend gegen den Rassismus in Deutschland und gilt als eine Pionierin der kritischen Weißseinsforschung in Deutschland. Sie nahm sich im Alter von nur 36 Jahren im Jahr 1996 nach einer Multiple Sklerose-Diagnose das Leben.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken