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Beschäftigte zahlen die Zeche

Hannover will Verluste aus Cross-Border-Leasing-Geschäft sozialisieren

  • Von Michael Fleischmann, Hannover
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Deutsche Messe AG in Hannover hat mit einem Cross-Border-Leasing-Geschäft 25 ihrer insgesamt 27 Messehallen an US-Investoren verpachtet und zurückgemietet, um Steuern zu sparen. Jetzt aber steckt das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten. Und den Beschäftigten der Stadt drohen deshalb Stellenabbau und Lohneinbußen.

Die Messe AG muss jährlich rund 60 Millionen Euro aufbringen, um das Ausstellungsgelände abzuzahlen und zu unterhalten. Seit der Weltausstellung Expo 2000 stehen dort zu viele kaum genutzte Hallen Hallen. Gleichzeitig laufen die Geschäfte schlechter als früher. Wegen der sogenannten Cross-Border-Leasing-Verträge kann das Unternehmen überflüssige Hallen weder abreißen noch verkaufen. Die Verträge, die vor neun Jahren geschlossen wurden und eine Mindestlaufzeit von 28 Jahren haben, könnte die Messe AG zwar kündigen. Dann aber würden Vorfälligkeitszinsen an die Banken fällig, was noch teurer käme.

Wie so oft, soll jetzt die Allgemeinheit für die roten Zahlen des Unternehmens aufkommen, das eine Finanzspritze in Höhe von 250 Millionen Euro braucht. Die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen als Hauptanteilseigner wollen das Geld je zur Hälfte geben. Die Stadt muss dafür Schulden machen. Die Kreditaufnahme...


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