»Wir berührten den Himmel«

Vor 30 Jahren triumphierten die Sandinisten in Nicaragua

  • Von Torge Löding, Managua
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Die sandinistische Revolution vor 30 Jahren begeisterte weit über das kleine mittelamerikanische Land hinaus Menschen in Ost und West. Inzwischen ist mit Daniel Ortega einer der Revolutionshelden an die Macht zurückgekehrt, so dass am 19. Juli in Managua offiziell groß gefeiert wird.

Die Nachricht elektrisierte die Welt: Am 19. Juli 1979 streckte in Nicaragua die hochgerüstete Somoza-Diktatur die Waffen. Der verhasste Despot Anastasio Somoza Debayle flüchtete nach Miami, die Regierung übernahm ein Ausschuss, dem auch Daniel Ortega angehörte, der seit 2007 wieder Präsident des Landes ist. Wenige Tage später galten in dem zentralamerikanischen Land erstmals Menschenrechte, in Kraft gesetzt durch das »Gesetz der Rechte und Garantien der Nicaraguaner« (Estatutos sobre Derechos y Garantias de los Nicaragüenses). Dieses hat auch heute Bestand und ist wohl eine der wichtigen Errungenschaften der Revolution, die nur ein gutes Jahrzehnt später mit einer Wahlniederlage 1990 ihr zumindest vorläufiges Ende fand.

Am Ende waren fast alle gegen Somoza

Der Triumph der Revolution war das Resultat einer Volkserhebung, mit grundsätzlich antiimperialistischem und antidiktatorischem Charakter. »Die historischen Wurzeln des revolutionär...


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