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Interreligiöse Erweckungsrituale

Nir De Volffs Groteske »Action« aus Tanz und Theater in der Neuen Synagoge

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Tanz unter der Kuppel.

Wozu man geladen ist, bleibt unklar, und darin besteht Nir De Volffs Prinzip: die Zuschauer durch Verunsicherung zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen. »Action« heißt sein jüngster Husarenstreich an ungewöhnlichem Spielort. Und gleich im Prolog nimmt er darauf Bezug. Der findet im Hof der Neuen Synagoge an der Oranienburger Straße statt. Dicker Filz verwandelt die vier Akteure in barocke Helden, die beim höfischen Tanz singen, schäkern, parlieren. Ohne Jesus würdet ihr die Juden nicht haben, ruft Nir, zählt ruhmreiche Namen auf, von Spinoza bis Streisand. Und erzählt dann spitzzüngig über die Entstehung des Stücks. Die Idee sei von ihm, er schrieb einen Antrag, bekam grünes Licht von der Gemeinde, rotes von der Security, für die alle außerhalb der Mauern Terroristen sind. Eigentlich, fährt er süffisant fort, wollte er für den Darkroom Prostituierte aus der Nachbarschaft der Synagoge gewinnen. Das ruft Gott auf den Plan. Ihr seid tol...


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