Ein couragierter Blick

Faschismus: Geschichtliches und Aktuelles aus der Sicht von Wolfgang Wippermann

  • Von Manfred Weißbecker
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Innerhalb von nicht mal einem Jahr hat er drei Bücher auf den Markt gebracht: Nach »Autobahn zum Mutterkreuz«, eine Auseinandersetzung mit Legenden über den NS-Staat, ließ Wolfgang Wippermann von der Freien Universität Berlin im Frühjahr dieses Jahres die Streitschrift »Dämonisierung durch Vergleich: DDR und Drittes Reich« folgen. Am Mittwochabend stellte er diese Polemik gegen die Verharmlosung der Verbrechen der Hitler-Diktatur durch Verteufelung der DDR im ND-Club vor. Dieser Tage nun erschien aus seiner Feder zudem eine Publikation, in der er Wesen und Strukturen faschistischer Regimes, Parteien und Organisationen entlarvt.

Bereits in der vor einem Jahr veröffentlichten Publikation »Die vier Leben des Karl Marx« las man aus der Feder des bekannten Berliner Historikers Wolfgang Wippermann den Satz, mit Hilfe der Analyse des »Gleichgewichts der Klassenkräfte«, die der so Porträtierte entwickelt habe, lasse sich der »keineswegs tote und vergangene Faschismus« erklären. Dieser Ankündigung folgt nun die Tat: ein Versuch, weltgeschichtlich und epochenübergreifend den Faschismus zu erhellen. Wippermann will der nach seiner Auffassung sowohl empirisch als auch theoretisch »in eine Sackgasse geratenen« Faschismusforschung (S. 283) neue Wege weisen. Dieser löbliche Versuch, so darf man sicher sagen, bezeugt Mut. Und dies sogar in mehrfacher Hinsicht.

Da wäre zu verweisen auf das schlüssige Ausbrechen aus der hierzulande üblichen, geschichtspolitisch verordnet erscheinenden Negierung des Begriffs Faschismus und seiner völligen Eingrenzung auf das italienische Beispi...

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