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US-Sanktionen gegen Putschisten

Honduranischen Diplomaten wurden Visa entzogen / EU soll Beispiel folgen

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Die USA haben vier Beamten der honduranischen Putschregierung die Diplomatenvisa entzogen. Washington erkenne nicht Micheletti als Präsidenten von Honduras an, sondern Zelaya, sagte Außenamtssprecher Kelly am Dienstag zur Begründung.

Washington/Tegucigalpa (AFP/ ND). Bei einem der vier honduranischen Diplomaten, deren Visa die US-Botschaft in Tegucigalpa jetzt einzog, handelt es sich offenbar um einen Richter, der Ende Juni Zelayas Festnahme anordnete.

Wie Außenamtssprecher Kelly mitteilte, überprüft Washington derzeit die Diplomatenvisa sämtlicher Mitarbeiter der Putschisten in Honduras einschließlich ihrer Angehörigen. Der rechtmäßige Präsident Manuel Zelaya begrüßte die Maßnahme in einem Interview mit dem honduranischen Sender Radio Globo, eine der wenigen Rundfunkstationen in dem zentralamerikanischen Land, die Roberto Micheletti, dem Chef der Putschisten, kritisch gegenüber stehen.

Die US-Botschaft in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa hatte die jetzt von ihr eingezogenen vier Visa nach Angaben des Außenamtsprechers für Mitglieder der Zelaya-Regierung ausgestellt. Diese arbeiten seit dem Putsch für Micheletti. Ihre Namen nannte Kelly nicht.

Die Vize-Außenministerin der Putschisten, Martha Lorena Alvarado, sagte jedoch wenig später, einer der Betroffenen sei nach ihr vorliegenden Informationen der Richter am Obersten Gericht, Tomas Arita. Dieser hatte die Order unterzeichnet, aufgrund derer das Militär Zelaya festnahm und außer Landes brachte. Nach dem Staatsstreich vom 28. Juni übernahm Micheletti die Macht.

Der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos kündigte während seines Besuchs in Venezuela an, er werde die Europäische Union auffordern, dem Beispiel der USA zu folgen und ihrerseits Visa von Funktionsträgern Michelettis zu annullieren. Die internationale Gemeinschaft müsse gemeinsam Anstrengungen unternehmen, um Zelaya die Wiedereinsetzung ins Präsidentenamt zu ermöglichen, sagte Moratinos in Caracas.

Am Montag hatte Kelly die Konfliktparteien in Honduras angesichts der wachsenden Spannungen zur Zurückhaltung aufgerufen. Sowohl Zelaya als auch die Militärs müssten sich mäßigen. Nur so hätten die Vermittlungsbemühungen des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias Aussicht auf Erfolg. Zelaya hatte am Wochenende für kurze Zeit heimischen Boden betreten. Derzeit hält er sich in Nicaragua auf, von wo aus er einen zivilen Widerstand gegen den Staatsstreich organisieren will.

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