Mohamed Husen und der NS-Staat

Ein Geschichtsprojekt aus Berlin will Einwandererkindern deutsche Geschichte aus einem anderen Blickwinkel näher bringen

  • Von Sabine Sölbeck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bislang hat sich die Schulpädagogik bei der Vermittlung der NS-Geschichte weitgehend an den Lebenswelten deutscher Schüler orientiert, Schüler mit Migrationshintergrund wurden hierdurch nur selten angesprochen. Ein Projekt in Berlin will das ändern. Der Dokumentenkoffer »GeschichteNteilen« soll diesen Schülern die Historie des Nationalsozialismus auf neue Weise näher bringen.

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Eine nicht-diskriminierende Bildungsarbeit müsste also längst zum Standard gehören. Das tut sie aber nicht unbedingt. Pädagogen haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Vermittlung von »deutscher« Geschichte an Schüler aus Migrantenfamilien problematisch ist. Einerseits beziehen sich Migranten zunehmend einseitig auf ihre Herkunftsfamilien und deren Länder und entwickeln daher ein Desinteresse für die Geschichte des Landes, in dem sie aufgewachsen, teilweise auch geboren sind. Andererseits kommt es zu Ausgrenzungstendenzen auch innerhalb der Schulen. Weder ausländischen noch deutschen Schülern ist offenbar bewusst, warum Migranten etwas über die deutsche Geschichte lernen sollten. Ausländischen Schülern fehlt oft der Bezugspunkt zum eigenen interkulturellem Hintergrund.

Im Projekt »GeschichteNteilen« ist für Pädagogen jetzt eine Möglichkeit geschaffen worden, besonders Einwander...

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