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Afghanistans Präsident Hamid Karsai wird gestern aufgeatmet haben. Die NATO wird, so erfuhr er von deren neuem Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen aus Brüssel, noch »so lange bleiben, wie es nötig ist« für Frieden und Stabilität. Das ist für Karsai eine echte Jobgarantie, denn wenn auch nicht für Frieden und Stabilität, aber für ihn selbst wird es wohl sehr lange nötig sein. Mit den 100 000 Mann starken NATO- und US-Truppen im Land ist Karsai wenigstens noch eine Art Statthalter von Kabul. Zögen sie ab, sähe es für ihn sehr schnell sehr unerfreulich aus. Mitzugehen wäre dann die einzig erfolgversprechende lebenserhaltende Maßnahme für den amtierenden Präsidenten.

Was Rasmussen unter Stabilität versteht, blieb ungesagt. Aber mit der Klientel- und Cliquenwirtschaft Karsais wird schwerlich etwas anderes zu erreichen sein als der Ist-Zustand mit Besatzerwillkür, Terror und dem, was man sonst noch aus vergangenen dreißigjährigen Kriegen kennt. Die USA hätten nächste Woche gern einen weniger kompromittierten Quisling wählen lassen, fanden aber keinen, und so greift man denn wohl oder übel auf den abgehalfterten zurück. Damit aber perpetuiert sich die Begründung für weitere Besatzung von selbst. Rasmussen hätte also genauso gut sagen können: Wir bleiben solangewir wollen.

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