Werbung

Unten links

In den USA gab es zum Wochenende den 77. Zusammenbruch einer Bank in diesem Jahr. Das ist bei fast zehn Millionen Quadratkilometern und mehr als 300 Millionen Einwohnern gar nicht viel. Allein am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg, Berlin, wo sich allabendlich nur Hunderte Menschen zum Grillen, Flanieren, Boules spielen, Verliebtsein, Lesen oder Plaudern einfinden, stehen über ein Dutzend Bänke. Auch hier ist manch eine marode, Wetter und häufig wechselnde Gesäße setzen zu, doch ist noch keine eingekracht. Vermutlich rechnet auch niemand damit, zumindest nicht die Bundesregierung, der Senat oder das Bezirksamt. Sie haben weit und breit keinen einzigen Rettungsschirm aufgestellt. So läuft das Leben in Kreuzberg viel unbekümmerter als in den USA. Besser: es lief. Denn nun kündigte die CDU-Bezirkskandidatin Verena Lengsfeld an, ihrem gewichtigen Dekolleté-Plakat ein weiteres, »ähnlich freches« folgen zu lassen. Auch Kreuzberg wird bald Zusammenbrüche melden. jrs

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!