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Wahl mit Winken

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: 1 Min.

Die zum Parteienstaat gewordene Demokratie tritt zu Wahlkämpfen regelmäßig auf, als sei der traditionell Dumme in dieser Demokratie – das Volk. Just das würde nun jeder Demokrat entrüstet zurückweisen. Aber man hört gerade jetzt wieder und wieder solche Sätze: Wir müssen es den Menschen besser erklären. Wir müssen es besser rüberbringen. Vor allem dieser Satz zählt in peinigender Wiederholungsschleife zu den beliebtesten Politiker-Stanzen: Wir müssen die Menschen mitnehmen.

Was ist das? Festschreibung der Einbahnstraße als einziger Art, politisch miteinander zu verkehren. Umschreibung eines Herrschafts- und Intelligenzverhältnisses: Wir da oben, ihr da unten; wir da vorn, ihr da hinten; wir Lehrende, ihr Schüler; wir Führende, ihr Geführten. Das sagen, unisono, Schwarze, Grüne, Rote, alle Grauen und alle Blassen. Das Avantgarde-Gen wuchert. Als gäbe es nicht die Suche nach Wahrheit, sondern einzig die Suche danach, wie man diese Wahrheit (die feststeht und in eine Partei passt) dem etwas begriffsstutzigen Souverän auf seinem kniehohen Niveau klar macht.

Die Menschen mitnehmen! Als stünden wir an der Straße und winkten. Das fehlte noch: Ein Dienstwagen hält, und schon müssen wir mit einem Politiker dessen Urlaub verbringen.

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