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Handballer gewinnen Junioren-WM

DHB-Team besiegt Dänemark mit 32:24

Als die deutschen Handball-Junioren stolz und abgekämpft ihre Goldmedaillen entgegennahmen, war Sebastian Faißt ganz nah. Anfang März war der 20-jährige Kapitän in einem Länderspiel in der Schweiz völlig unvermittelt zusammengebrochen und verstorben. Nach dem überraschend deutlichen 32:24 (13:11) im WM-Finale gegen Europameister Dänemark traten seine Kollegen mit dem Konterfei des Dormageners auf dem T-Shirt zur Siegerehrung.

»Die Jungs haben vor dem Spiel immer wieder gesagt: Wir sind dem Sebi noch was schuldig. Und sie haben es geschafft, dessen Willenskraft und Freude am Spiel ins Finale zu übertragen«, sagte Trainer Martin Heuberger: »Wahnsinn, wie zielorientiert die Mannschaft bei diesem Turnier aufgetreten ist.« Nach zwei EM-Titeln führte Heuberger den Nachwuchs des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zum ersten Mal zu einem WM-Titel. Auch Bundestrainer Heiner Brand war als Tribünengast begeistert. »Es war die stärkste Leistung unserer Jungs, die ich bei dieser WM gesehen habe.«

Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit beeindruckte in Ägypten. Im Finale gegen Dänemark lag das DHB-Team nicht ein einziges Mal zurück. Die bewegliche und sichere Abwehr ließ die Dänen nie richtig ins Spiel kommen, im Angriff waren der Essener Patrick Wiencek (8 Tore), Patrick Groetzki von den Rhein-Neckar Löwen und der Göppinger Kai Häfner (je 6) die besten Werfer. SID

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