Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Vom Soldaten zum Menschenrechtler

In Hebron – einer Stadt voller Hass – setzt sich Ilan Fathi für das Recht der Palästinenser ein

  • Von Nissrine Messaoudi, Hebron
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Hebron ist eine geschichtsträchtige Stadt. Sie war einst die heilige Stadt der Urväter Abraham, Isaac und Jacob. Heilig sowohl für Juden als auch für Muslime. Doch vom Glanz der Vergangenheit ist nicht viel übrig geblieben. Seit Jahren verübt Israel, in der größten Stadt der West Bank, an Palästinensern Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Ilan Fathi von »Breaking the Silence«

»Hebron ist mit nichts zu vergleichen. Die meisten Israelis wissen nicht, was hier vor sich geht, und wollen es auch nicht wissen«, erklärt uns – einer von Medico International eingeladenen Journalistendelegation – Ilan Fathi von »Breaking the Silence«. Eine Partnerorganisation von Medico International, die von ehemaligen israelischen Soldaten gegründet worden ist. Sie wollen das Schweigen über Menschenrechtsverletzungen während ihres Militärdienstes brechen. Zuletzt machten sie mit den »Testemonies« – Berichten über den Gaza-Krieg (Dezember 2008 / Januar 2009) – auf sich aufmerksam, die belegen, dass die israelische Armee vorsätzlich gegen die Menschenrechte verstoßen hat.

»Ein guter Araber ist ein toter Araber«

Ilan Fathi war selbst Soldat. »Drei Jahre und fünf Monate«, sagt er und guckt zu Boden. Wie die meisten Israelis hat auch er sich auf den Militärdienst gefreut. »Ich komme aus einer rechten Familie. Ich...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.