Wer warf den Brandsatz?

Scharfe Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft

Peter Kirschey aus Berliner Gerichtssälen

So turbulent ging es lange nicht mehr zu in einem Berliner Gerichtssaal. Aus Verteidigern wurden Ankläger. Am Pranger standen gestern Staatsanwaltschaft und das Gericht. Dabei scheint der Fall klar: Am 1. Mai, gegen 19.45 Uhr, warfen zwei Jugendliche aus einer gewaltbereiten Gruppe einen Molotowcocktail auf Einsatzkräfte der Polizei, die am Cottbusser Tor operierten.

Das flammende Geschoss traf eine junge Frau, die schwere Brandverletzungen erlitt. Polizisten griffen sofort zu und verhafteten den 19-jährigen Yunus K. und den damals 16-jährigen Rigo B. Beide sitzen seitdem in Untersuchungshaft, Yunus hat dort sein Abitur beendet, Rigo Prüfungen absolviert.

Jetzt sind sie des versuchten Mordes angeklagt – der schwerste Vorwurf, der jemals im Zusammenhang mit 1.-Mai-Gewalt erhoben wurde. Mit gemeingefährlichen Mitteln hätten sie versucht, einen Menschen zu töten, sagt Staatsanwalt Ralph Knispel. Doch die Verteidigerinnen der beiden An...

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