Beratung über Iran-Sanktionen

USA und Deutschland wollen weiteren Druck auf Teheran

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Vertreter der fünf ständigen Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat und Deutschlands haben am Mittwoch über den Atomkonflikt mit Iran beraten. Das Treffen in Königstein (Hessen) sollte nach Angaben diplomatischer Kreise der Abstimmung dienen. Laut Mitteilung der Bundesregierung sind von der Beratung keine konkreten Beschlüsse zu erwarten.

»Lähmende Sanktionen« gegen Iran forderte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kürzlich bei seinem Besuch in Berlin. Nur so könne das Land gezwungen werden, sein Programm zum Bau einer Atombombe zu stoppen. Die »iranische Atommacht« sei derzeit die größte Gefahr, so Netanjahu weiter, »nicht nur für Israel, sondern für die ganze Welt«. Sollte der UNO-Sicherheitsrat keine schärferen Sanktionen gegen Iran verhängen – weil China und Russland dem nicht zustimmen –, schlägt Israels Premier vor, dies könne eine »Koalition der Willigen« tun, die ihre eigenen Sanktionen verhängt.

Zuvor hatte schon US-Außenministerin Hillary Clinton Zwangsmaßnahmen empfohlen.

Iran verfügt zwar über die viertgrößten Erdölvorkommen der Welt, kann aber aus seinem Reichtum nicht genügend Benzin und Diesel für den lokalen Markt produzieren, weil die Raffineriekapazitäten des Landes nicht ausreichen. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte im Vorfe...

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