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Berlin (dpa/ND). Nach dem Milliarden-Plus für die rund 145 000 Mediziner in Deutschland müssen Patienten vorerst keine weiteren Proteste ihrer Ärzte fürchten. Die niedergelassenen Ärzte hätten nun das Signal, dass ihnen nichts mehr »weggenommen« werde, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, am Donnerstag. Massive Proteste erwarte er nicht mehr. Die Arbeitgeber kritisierten dagegen: »Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Arzthonorare mitten in der Krise erneut kräftig steigen.« Insgesamt soll das Honorar 2010 um 1,17 Milliarden Euro auf mehr als 32 Milliarden wachsen. Dies belastet die Beitragszahler rechnerisch mit 0,1 Prozentpunkten. Die Krankenkassen zeigten sich zufrieden.

Ärzte und Kassen handelten das Plus von 3,8 Prozent in teils strittigen Einzelentscheidungen aus. Begründet wurde der Anstieg mit der Erwartung, dass die Krankenzahlen um 1,7 Prozent zunehmen.

In diesem Jahr hat die umstrittene Honorarreform zwei von drei Praxisärzten teils deutlich höhere Einkommen gebracht. Im Schnitt verdienten die Ärzte im ersten Quartal 7,8 Prozent mehr.

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