Obamas Rezepte sorgen für Kopfzerbrechen

Rund 50 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Das soll sich nun ändern, doch die Gesundheitsreform des Präsidenten stößt auf Widerstand

  • Von Max Böhnel, New York
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Pat Gilleran aus dem Örtchen Bloomfield im Bundesstaat New Jersey hat Zeit ihres Lebens Demokraten gewählt. Vor einem Jahr war die 67-Jährige an ihrem Wohnort sogar von Haus zu Haus gewandert, um Wahlwerbung für Barack Obama in die Briefkästen zu werfen. Obamas Elan, mehr aber noch seine Reformversprechen hatten Gilleran mitgerissen. »Kein Wunder«, sagt die Rentnerin, die auf einer Parkbank in der Spätsommersonne sitzt, »acht Jahre Bush waren nun wirklich genug.« Noch ein Mal Republikaner an der Macht – »damit wollte ich meinen letzten Lebensabschnitt auf keinen Fall beginnen«. Noch in der Wahlnacht im November rief sie begeistert ihre Freundinnen an, weil »eine neue Ära anstand«. Davon war sie bis vor Kurzem überzeugt.

Ein Dreivierteljahr später sind ihre Hoffnungen starken Zweifeln gewichen, »wegen dieser Gesundheitsreform«, sagt sie und deutet auf ihre rechte Hand.

Ein »kaputtes« Gesundheitssystem

Pats Hand ist eingegipst, vom...

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