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(ND-Obuchoff). »Ich finde es ganz stark, dass gerade Union als Fußballverein sich an unserer Aktion gegen Rechts beteiligt und sein Stadion zur Verfügung stellt«, sagte Anetta Kahane von der Amadeu Antonio Stiftung gestern beim Pressetermin zum großen Gratis-Abschlusskonzert der Aktion »Nazis aus dem Takt bringen«, das am kommenden Sonntag ab 15 Uhr im Stadion An der Alten Försterei über die Bühne geht.

Ein wenig Verwunderung klang schon durch bei den Worten der rotmähnigen Frontfrau der Stiftung, die sich gegen jeglichen Fremden- und Rassenhass in der Gesellschaft engagiert, dass ausgerechnet Fußballfans ihren Kampf unterstützen wollen. Indes, die Fanszene des 1. FC Union Berlin ist eben nicht so eindimensional, wie vielleicht manch einer meint. Syliva Weisheit, Koordinatorin des Umbaus der Alten Försterei: »Da habe ich erst so richtig gespürt, welche Leute zu Union gehören. Vom ungelernten Hilfsarbeiter bis zum Akademiker reichte das Spektrum.«

In einer Gemeinschaftsaktion hatten Künstler wie Smudo, Boss Hoss oder die Sängerin Oceana mit dem DGB und der SPD junge Bands aufgerufen, dem Werben der NPD und anderer rechter Gruppierungen Songs gegen Rechtsradikalismus und für Toleranz entgegenzustellen. Mit den Siegern des Projekts und einigen schon bekannten Künstlern wurde eine kostenlose Schulhof-CD produziert. Am Sonntag also die große Abschlussfeier. Musiker, ihre Fans und die Unioner werden den Nazis die Rote Karte zeigen.

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