Der nächste Störfall kommt bestimmt

Das Kernkraftwerk Krümmel soll abgeschaltet bleiben

  • Von Ingrid Heinisch
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Menschen, die in der Nähe des Atomkraftwerks Krümmel leben, haben lange Zeit nicht geglaubt, dass wirklich etwas passieren könnte. Nach den Störfällen und alarmierenden Leukämiefällen hat sich die Stimmung in der Gegend gewandelt. Jetzt wünscht sich eine Mehrheit nichts lieber, als dass der Meiler nie wieder ans Netz geht.

Das störanfällige Kernkraftwerk Krümmel

Als die Geesthachter am 4. Juli ihren verstorbenen Bürgermeister Ingo Fokken von der CDU zu Grabe trugen – einen heftigen Befürworter der Atomkraft –, ahnten sie nicht, was gerade ein paar hundert Meter entfernt geschah. Das Kernkraftwerk Krümmel, das nach fast zwei Jahren Stillstand und einer Generalüberholung erst seit zwei Wochen lief, ging durch eine Notabschaltung erneut vom Netz. Wegen des gleichen Unfalls wie zwei Jahre zuvor. Ein Trafo funktionierte nicht.

Dass es so schnell gehen würde mit dem nächsten Störfall, hatte niemand erwartet, weder der kommissarische parteilose Bürgermeister Holger Manow noch die Mitglieder der Bürgerinitiativen gegen Krümmel. So meint etwa Anja Kops von der Elterninitiative Geesthacht: »Ich habe nicht damit gerechnet, dass die so naiv sind, ein so marodes Werk wieder ans Netz zu bringen. Aber es hat mich auch nicht wirklich überrascht. Es passt zu der Geschichte von Krümmel. Es gibt eine...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.