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Zittern beim »Gran Clasico«

WM-Qualifikation: Argentinien braucht gegen den Erzrivalen Brasilien einen Sieg

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Von Heiner Gerhardts (SID), Rosario

Vor dem »Gran Clasico«, dem großen südamerikanischen Fußballklassiker, suchten Diego Maradona und sein Team Beistand von oben. Der argentinische Nationalcoach versammelte vor dem brisanten Duell mit Rekordweltmeister Brasilien seine Stars in der kleinen Kapelle auf dem Verbandsgelände in Ezeiza zum Gebet. Maradona zieht angesichts der prekären Lage des zweimaligen Weltmeisters in der WM-Qualifikation alle Register.

Die Teilnahme am Turnier in Südafrika ist für Maradona längst zur Zitterpartie geworden. Anders als Tabellenführer Brasilien droht den viertplatzierten Argentiniern bei einer Niederlage der Absturz von einem direkten Qualifikationsplatz. Damit dies nicht passiert, sind die Argentinier extra vom Stammspielort Buenos Aires nach Rosario ins kleinere, engere und damit stimmungsvollere »Gigante del Arroyito« umgezogen.

Schon einmal war das rund 40 000 Zuschauer fassende reine Fußballstadion Schauplatz des »Gran Clasicos«. Das 0:0 im WM-Spiel 1978 ging wegen der beinharten Attacken der Akteure beider Seiten als Schlacht von Rosario in die Annalen ein. Vier Protagonisten sollen diesmal jedoch ein spielerisches Spektakel garantieren – auf den Trainerbänken die Ex-Weltmeister Maradona (1986) und Carlos Dunga (1994), auf dem Platz der argentinische Ausnahmekönner Lionel Messi und Brasiliens Genie Kaka.

Auch wenn der Brasilianer hervorhebt, dass der Klassiker »nicht Kaka gegen Messi« sei, ist der Neuzugang von Real Madrid voll des Lobes für den Star des FC Barcelona. »Heute würde ich für ihn als besten Spieler der Welt stimmen. Er hat Barcelona zu drei Titeln geführt«, sagte Kaka.

Auf den Trumpf Messi spekuliert auch Diego Maradona. »Wir werden rausgehen und Brasilien von der ersten Minute an bedrängen«, verspricht der Coach, der als Spieler nur eines seiner sechs Duelle (1:0 im WM-Achtelfinale 1990) gegen den ungeliebten Nachbarn gewinnen konnte. Mit entsprechendem Respekt baut der 48-Jährige schon mal vor: »Egal, wie es ausgeht, ich werde anschließend weder hübscher noch hässlicher sein und auch kein besserer oder schlechterer Trainer.«

Messi selbst heizte das Duell vorab mit der Aussage an, dass sein Team die Brasilianer »ganz ruhig« besiegen werde. Sturmkollege Carlos Tevez wurde deutlicher: »Wir werden sie auf dem Platz auffressen. Die Brasilianer wissen das und haben deswegen große Angst vor uns.« Die Brasilianer geben sich hingegen gelassen. »Wir gehen gar nicht auf diese Provokationen ein, sondern antworten auf dem Platz. Diese aufgeheizte Kriegsstimmung ist doch für die viel wichtiger als für uns«, sagte Brasiliens Stürmer Robinho.

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