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Der Aufsteiger

Sprinter André Greipel dominiert die Vuelta

  • Von Tom Mustroph, Talavera de la Reina
  • Lesedauer: 3 Min.

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Spanien ist ein gutes Pflaster für André Greipel. Der gebürtige Rostocker dominiert die Flachstrecken der Spanienrundfahrt. Drei Etappensiege konnte er bereits erringen. Aufgrund der Zeitgutschriften für die Siege trug er zwei Tage lang das goldene Führungstrikot. Das Leibchen mit der Farbe grün, das den punktbesten Fahrer auszeichnet, sitzt fest auf den Schultern des Columbia-Fahrers.

Die Leistung ist umso beachtlicher, wenn man beachtet, dass bei der Vuelta Bergfahrer und Sprinter ähnliche Chancen in dieser Wertung haben, da es bei Berg- wie Flachetappen dieselben Punkte gibt – anders als etwa bei der Tour de France. Gegen seinen härtesten Rivalen, den gesamtführenden Spanier Alejandro Valverde, geriet Greipel zwischenzeitlich zusätzlich ins Hintertreffen. Weil er sich in der Gruppe befand, die auf der 13. Etappe die Karenzzeit überschritt, wurden ihm 25 Punkte aberkannt. »Das ist nur für mich eine Strafe. Die anderen trifft das nicht«, empörte sich der Blondschopf.

Nachdem Greipel sich auf der 16. Etappe die verloren gegangenen Punkte durch den Etappensieg wieder geholt hatte, war die Kontroverse beigelegt. »Das war eine Entscheidung laut UCI-Reglement. Das muss man akzeptieren«, meinte Jan Schaffrath, zweiter sportlicher Leiter des Columbia-Teams bei der Vuelta, gegenüber ND. Schaffrath sieht das grüne Trikot für Greipel dennoch nicht als komplett gesichert an. »Wir können nur noch auf der Schlussetappe nach Madrid punkten. Valverde hat an den drei Tagen davor aber die Gelegenheit dazu«, warnt er.

Im Lager der endschnellen Männer ist der 27-jährige Greipel derzeit das Nonplusultra und mit seinen Siegen bei der Vuelta tritt Greipel auch aus dem Schatten seines Teamkollegen Mark Cavendish. Bislang galt er als ein »Cav für Arme«. Er durfte für Columbia dort abräumen, wo der untersetzte Brite nicht antreten wollte. Greipel wurde daher zur Tour de France nicht mitgenommen. Hier in Spanien weist er nach, dass er durchaus das Zeug für Siege bei einer »großen Schleife« hat. Aus seinen Ambitionen auf einen Tourstart im nächsten Jahr macht er deshalb keinen Hehl.

Greipels härtester Sprintgegner bei der Vuelta ist mit Gerald Ciolek ein anderer Deutscher. Der Milram-Fahrer konnte sich bereits auf der zweiten Etappe durchsetzen. Bis kurz vor dem Ziel arbeiten Milram und Columbia sogar Hand in Hand, um Sprintankünfte zu ermöglichen. »Das Zusammenspiel funktioniert fast schon freundschaftlich«, meint Schaffrath. Auch auf der 17. Etappe war dies zu beobachten. Die Teams hielten den Vorsprung der fünf Tagesausreißer konstant einholbar. Einer rettete sich diesmal trotzdem ins Ziel: Der Franzose Anthony Roux gewann vor dem heranfliegenden Feld mit André Greipel, der Dritter wurde.

17. Etappe: Ciudad Real - Talavera de la Reina (193,6 km): 1. Roux - FDJeux 4:28:14 h, 2. Bonnet (beide Frankreich) - Bouygues Telecom, 3. Greipel (Hürth) - Columbia gl. Zeit. Gesamt: 1. Valverde (Spanien) - Caisse d'Epargne 74:27:48 h, 2. Gesink (Niederlande) - Rabobank + 0:31 min, 3. Sánchez (Spanien) - Euskaltel + 1:10, 4. Basso (Italien) - Liquigas + 1:28.

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