Windstille bei Klimaverhandlungen

UNO-Gipfel brachte kaum Fortschritte / Washington weiter ohne konkrete Zusagen

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nach dem UNO-Klimagipfel sind die Chancen auf die Einigung über ein neues Klimaschutzabkommen noch dieses Jahr so gering wie zuvor.

Barack Obama wirft sein politisches Gewicht in die Waagschale. Der US-Präsident will Bewegung in die festgefahrenen Klimaverhandlungen bringen. »Wir dürfen den alten Trennlinien, die die Klimadebatte so viele Jahre geprägt haben, nicht erlauben, uns am Voranschreiten zu hindern«, sagte Obama vor dem Klimagipfel im UNO-Hauptquartier in New York. Er wandte sich dabei auch an den aufstrebenden Riesen China. »Rasch wachsende Schwellenländer, die fast den gesamten Zuwachs des Kohlendioxidausstoßes der kommenden Jahrzehnte verantworten werden, müssen ihren Anteil leisten«, erklärte Obama.

Der eintägige Gipfel mit rund 100 Staats- und Regierungschefs war von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon einberufen worden, um die Verhandlungen wieder in Schwung zu bringen. Bereits im Dezember soll bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen eine Einigung erzielt werden, wie die globale Klimapolitik nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 gestaltet werden soll....


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