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»Das ist ein bitterer Tag für die Sozialdemokraten«

Schwarz-Gelb in Kiel wahrscheinlich / SPD verliert an die Linkspartei

  • Von Folke Havekost und Volker Stahl, Kiel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Jubel und Trauer lagen im Kieler Landeshaus dicht beieinander. Gewonnen hatten die kleinen Parteien, verloren die großen.

Als um 18.01 Uhr die erste Prognose verkündet wurde, blieben die Sektflaschen in den Fraktionsräumen der SPD geschlossen, das Büfett unberührt. Die Sozialdemokraten registrierten die 25,5 Prozent, die die Wahlforscher ihrer Partei zuschrieben, mit versteinerten Gesichtern. Als Erster fand der frühere SPD-Arbeitsminister Uwe Döring Worte: »Ich bin sehr enttäuscht«, kommentierte er.

Zwar war auch der christdemokratische Landtagspräsident Martin Kayenburg »sehr enttäuscht«, doch seine Partei hat trotz Verlusten von knapp zehn Prozent alle Regierungsoptionen offen. Wie viele Christdemokraten hoffte Kayenburg, dass es mit Hilfe von Überhangmandaten für eine schwarz-gelbe Mehrheit reichen wird.

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Wahlgewinner FDP, wo schon kräftig auf den Sieg angestoßen wurde. Nur als ein Interview mit Parteichef Jürgen Koppelin, der von einem »Erdrutschsieg« sprach, über die Bildschirme flimmerte, verstummte das Stimmengewirr kurzzeitig. Nach 38 Jahren in der Opposition werden die Freidemokraten aller Voraussicht nach wieder auf der Regierungsbank Platz nehmen.

Doch nach der Wahl ist vor der Wahl. Ob Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) Schleswig-Holstein allein mit seinem Wunschpartner FDP regieren kann, entscheidet sich vermutlich erst in den nächsten Tagen endg...



Als um 18.01 Uhr die erste Prognose verkündet wurde, blieben die Sektflaschen in den Fraktionsräumen der SPD geschlossen, das Büfett unberührt. Die Sozialdemokraten registrierten die 25,5 Prozent, die die Wahlforscher ihrer Partei zuschrieben, mit versteinerten Gesichtern. Als Erster fand der frühere SPD-Arbeitsminister Uwe Döring Worte: »Ich bin sehr enttäuscht«, kommentierte er.

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