Fabian Lambeck 29.09.2009 / Inland

Guido Westerwelle mimt den Staatsmann

Berauscht vom Erfolg seiner Partei, fühlt sich der FDP-Chef nun zu Höherem berufen

Schluss mit lustig. Der ehemalige Spaßpolitiker Guido Westerwelle präsentierte sich am Montag bereits als Staatsmann. Doch der zukünftige Außenminister muss aufpassen, dass ihm der Erfolg nicht zu Kopf steigt.

Fast scheint es an diesem Montagmittag so, als sei FDP-Chef Guido Westerwelle über Nacht zum Staatsmann gereift. Der ehemalige Spaßpolitiker betritt das Podium im Veranstaltungssaal des »Römischen Hofes« am Berliner Boulevard Unter den Linden mit ernster Miene. Dabei hätte der 47-Jährigen allen Grund zur ausgelassenen Freude. Doch der Oberliberale gibt sich distanziert und würdevoll. Hier gefällt sich jemand in der Rolle des zukünftigen Außenministers und Vizekanzlers. Ausgerechnet die wirtschaftsliberale FDP profitierte vom Scheitern des Neoliberalismus: 14,6 Prozent der Wahlberechtigten stimmten am Sonntag für die Freien Demokraten. Das sei das beste Ergebnis seiner Partei seit Gründung der Bundesrepublik, verkündete Westerwelle stolz. Und auch bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Schleswig-Holstein lief alles ganz im Sinne der Parteiführung. Im Norden wird die FDP zukünftig mit der CDU regieren und so auch die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat sichern. In Brandenburg gelang ihr nach langer Abstinenz der Wiedereinzug in den Potsdamer Landtag. In 15 von 16 Bundesländern sei die FDP nun in den Parlamenten vertreten, freute sich Westerwelle.

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