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Alles Möhre zu zweit

»Der große Zauberer...« im Weiten Theater

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Vierjährige wissen nichts über das Theater des Lachens aus Frankfurt/Oder – mit Theater zum Lachen können sie aber durchaus etwas anfangen. Entweder ist die Sache interessant und komisch, oder eben nicht. Basta. Kinder bleiben nicht auf ihren Plätzen, wenn es den Puppenspielern nicht gelingt, sie sofort in ihren Bann zu ziehen. Diese Gefahr bestand bei der Inszenierung »Der große Zauberer und der kleine Hase« nicht. Die Premiere des Stücks von Astrid Griesbach für Menschen, Puppen und allerlei Sachen sorgte als Gastspiel am Sonntag auf der sonnigen Terrasse des Weiten Theaters in Lichtenberg für Spaß. Lebensnah hatte das Theater bei dem schönen Wetter die Aufführung aus dem Saal nach draußen verlegt.

Mit Getöse stellen sich Hase und Zauberer ein, denn sie wollen alle Aufmerksamkeit für ihre Show. Zusammen sind sie sehr gut. Jeder von ihnen möchte allerdings bis zum Ende beweisen, dass er der Größte ist. Und dann ist da auch noch der große Hasenappetit auf Möhren. Christine Müller und Björn Langhans geben als Hase und Zauberer dem Wetteifern ordentlich Pfeffer. Dabei steht das Bemühen um größere Aufmerksamkeit und nicht das »In-die Pfanne-hauen« des anderen im Vordergrund, wenn sie mit ihren Requisiten als Akrobaten, Dompteure oder Jongleure auftreten und sich gegenseitig überbieten wollen. Eine richtige Zirkusvorstellung wird das – mit Zauberkunst und schwebender Jungfrau.

Fast 45 Minuten halten die beiden Künstler damit die Spannung. Das ist lange, denn für Kinder ab vier Jahren hat Astrid Griesbach das Stück konzipiert. Es ist aber durchaus geeignet, auch Dreijährige über die für so Kleine doch beträchtliche Spieldauer zu faszinieren.

Irgendwann mittendrin rappelt's im Koffer, aus dem erst das Abbild des Zauberers und dann das des Hasen als Puppen entsteigen. Bis ins Detail sind sie ebenso kostümiert wie ihre Vorbilder und übernehmen das Spiel. Nun wird sogar Tanz auf dem Seil möglich. Wobei die beiden Akteure weiter wetteifern. Will der eine King of Zauberer sein, nennt sich der andere prompt Hase of Pop. Die beiden Puppenspieler sind mit Herz dabei. Sie sind keine Unbekannten auf Puppenbühnen, spielen für Kinder wie für Erwachsene mit dem selben großen Engagement. Was sie gerade machen, das ist für sie das Wichtigste und wird mit Verve auf die Bühne gebracht.

Beide Künstler haben sich der Teamarbeit verschrieben. Christine Müller beispielsweise zeigt zusammen mit Claudia Acker die exzellente schwarze Krimikomödie »Die Tochter des Ganovenkönigs« – im Weiten Theater am 19.12. zu erleben. Björn Langhans gastierte letztes Wochenende zusammen mit Puppenspielkünstlern des Weiten Theaters an der Schaubude mit den zwei Einaktern »Auf hoher See/Striptease« im Abendprogramm. Und die Koproduktion »Ritter, Ritter...« des Weiten Theaters mit dem Theater des Lachens machte er zusammen mit Martin Karl zum Erfolgsstück. Es ist wie andere Inszenierungen nun im Repertoire beider Theater und im November wieder im Spielplan.

So, wie diese beiden Bühnen ihre Kräfte kombinieren, kommen auch der große Zauberer und der kleine Hase in der neuen Inszenierung zum Erfolg. Am Ende stoßen sie fröhlich mit zwei Bund knackfrischen Mohrrüben auf die gelungene Show an. Alles Möhre zu zweit.

»Der große Zauberer...« wieder am 29. und 30.9., 10 Uhr, Das Weite Theater, Parkaue 23, www.das-weite-theater.de

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