Der keltische Tiger ist angeschlagen

Die Krise und Brüsseler Zugeständnisse könnten die Iren zu einem Ja bewegen

  • Von Uwe Sattler
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Irland ist das einzige EU-Land, in dem die Bevölkerung über den Vertrag von Lissabon abstimmen darf. Im vergangenen Jahr hatte die Mehrheit der Iren ihr verfassungsmäßiges Recht dazu wahrgenommen, das Abkommen abzulehnen und den Ratifikationsprozess damit zu stoppen. Am heutigen Freitag könnte die zweite Entscheidung über das Dokument anders ausfallen.

Die »Ja«-Kampagne hatte noch einmal Prominenz aufgeboten: Topregisseur Jim Sheridan meinte, es wäre »verrückt«, gegen den Lissabon-Vertrag zu stimmen. Oscar-Preisträger Neil Jordan erklärte, die EU habe der Insel viel Nutzen gebracht. Und auch der Chef des Billigfliegers Ryanair, Michael O'Leary, warb für Zustimmung – »Irland braucht Europa«. Am Mittwoch legte Premier Brian Cowen in Dublin selbst noch einmal nach: Ein Nein werde Hoffnungen auf ein Ende der Rezession in Irland begraben und die EU in große Ungewissheit stürzen.

Dahin war sie nach der Ablehnung des Reformpakets im Juni vergangenen Jahres – 53,4 Prozent der irischen Bevölkerung hatten das Lissaboner Dokument abgelehnt – bereits geraten. Die Rückweisung des im Dezember 2007 in der portugiesischen Hauptstadt geschlossenen Vertrags hatte in Brüssel und bei den Regierungen hektische Betriebsamkeit ausgelöst, um »Lissabon« doch noch in Kraft zu setzen. Laut Sc...

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