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Hochkonjunktur der Pokerer

Der von Union und FDP in Aussicht gestellte »politische Neuanfang« hat Startschwierigkeiten

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach der ersten Nacht der Harmonie, die Kanzlerin Angela Merkel (CDU), FDP-Chef Guido Westerwelle (FDP) und CSU-Chef Horst Seehofer am späten Montagabend demonstrativ zur Schau gestellt hatten, zeichneten sich gestern allerhand Stolpersteine auf dem Weg zu einer schwarz-gelben Regierungskoalition ab.

Nordrhein-Westfalens CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers will offenbar demnächst nicht nur als selbsternannter Arbeiterführer in den Landtagswahlkampf ziehen – sondern auch als Stimmungskanone für das künftige Regierungsbündnis in die Geschichte eingehen. Grundsätzliche Hindernisse für eine schwarz-gelbe Bundesregierung, ließ er gestern die Seinen daheim wissen, könne er beim besten Willen nicht ausmachen. Vielmehr würden die drei beteiligten Parteien »in allen Punkten zu gemeinsamen Ergebnissen kommen«. Dass Rüttgers ganz nebenbei noch vom Schließen »massiver Gerechtigkeitslücken« und keinesfalls leidendem sozialen Schutz bei einer FDP-Regierungsbeteiligung sprach, trägt freilich Züge von Beschwörung wie Selbstsuggestion. Denn der in Aussicht gestellte »politische Neuanfang« hat ganz augenscheinlich Startschwierigkeiten – zunächst haben die Pokerer auf allen Seiten Hochkonjunktur.

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