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Unbewältigte Geschichte

  • Von Tom de Meller
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ballhaus-Königin Shermin Langhoff hat Mut. Sie siedelt ihr interkulturelles Projekt nicht nur in der bequemen post-migrantischen Kuschelnische an, sondern sorgt auch für Zündstoff in den eigenen Reihen. Unter dem poetischen Titel »Das Märchen vom letzten Gedanken« schmuggelt sie provokantes Material ins türkisch und kurdisch bewohnte Kreuzberg.

Regisseur Miraz Bezar widmet sich auf der Grundlage eines Romans von Edgar Hilsenrath dem von Jungtürken organisierten und zum Teil von Kurden vollzogenen Massenmord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs. Ihm fielen zwischen 300 000 und 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. In der türkischen Geschichtsschreibung wird dieser Genozid ausgespart. Die türkischen Medien, die bei unverfänglicheren Inszenierungen gern über das Ballhaus berichten, kamen denn auch nur spärlich zur Premiere.

Dass im Verhältnis zwischen Türken und Armeniern no...


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