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Scheitern auf ganzer Front

Zwei Monate nach der Präsidentenwahl in Afghanistan hatte die UNO am Wochenende erstmals einen größer angelegten Wahlbetrug eingeräumt. Was kann man da vom Sieger erwarten? Die USA deutlich mehr als bisher, wie Außenministerin Hillary Clinton gestern erklärte. Washington will wohl an Hamid Karsai festhalten, so lange es irgend geht. Dabei gehört dieser Präsident zur Negativbilanz acht Jahre nach Beginn des Krieges am Hindukusch. Nicht nur militärisch droht den USA in Afghanistan eine Niederlage. Auch die Bemühungen um den zivilen und institutionellen Wiederaufbau bleiben immer weiter hinter den ohnehin unterbelichteten eigenen Vorgaben zurück, wie die »New York Times« jetzt von ranghohen Vertretern aus Politik und Pentagon erfuhr. Weder beim Ausbau funktionierender Regierungs- und Justizstrukturen und der Polizei noch beim Kampf gegen die wuchernde Korruption gibt es Fortschritte. Die von Barack Obama versprochene Entsendung hunderter zusätzlicher Helfer für die Bauern etwa greift nicht, weil sie erst gar nicht aus Kabul heraus aufs Land gelangen. Und dort fasst die islamischen Scharia-Justiz der Taliban wieder Fuß. Für den Präsidenten ist das eine weitere Schlappe seiner Afghanistan-Politik. Denn er hat immer versucht, den Kritikern nicht zuletzt in den eigenen Reihen die von ihm angeordnete Truppenaufstockung mit dem Hinweis auf gleichzeitig ausgeweitete zivile Aufbaumaßnahmen schmackhaft zu machen.

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