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»Hart am Limit« gegen Komasaufen

Mecklenburg-Vorpommern finanziert in sechs Kommunen Präventionsprojekte

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Schwerin (epd/ND). Mecklenburg-Vorpommern will verstärkt gegen das sogenannte Komasaufen unter Jugendlichen vorgehen. Dazu seien in Schwerin, Rostock, Waren, Neubrandenburg, Greifswald und Demmin unter dem Motto »HaLT – Hart am Limit« Präventionsprojekte gestartet worden, teilte die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung (LAKOST) am Donnerstag in Schwerin mit. In den sechs Kommunen seien seit September Netzwerke entstanden, die Jugendliche und Erwachsene zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol motivieren sollen.

Das Land stelle den sechs Kommunen dafür drei Jahre lang jährlich insgesamt 60 000 Euro zur Verfügung, sagte Beate Dietrich, Referentin für Suchtprävention im Schweriner Sozialministerium. Nach Angaben von Bernd Nowakowski, zuständiger Referent der AOK Mecklenburg-Vorpommern, wurden im vergangenen Jahr allein bei seiner Krankenkasse fast 500 Mal 12- bis 25-Jährige wegen akuten Alkoholrausches in eine Klinik eingewiesen. Dafür seien Behandlungskosten in Höhe von 550 000 Euro angefallen.

Das bundesweite Durchschnittsalter beim Einstieg in den Alkoholkonsum liegt den Angaben zufolge bei 14,5 Jahren. Mecklenburg-Vorpommern weiche da nicht wesentlich ab, hieß es. Im Rahmen von »HaLT« werden den Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik eingewiesen wurden, unter anderem ein Gesprächsangebot in der Klinik sowie im Anschluss ein Gruppenseminar angeboten, in dem der eigene Alkoholkonsum kritisch hinterfragt wird, teilte LAKOST mit. Auch Eltern würden einbezogen. Die Kosten dafür würden durch Krankenkassen getragen.

Nach Ansicht von Bernd Parlow von der Evangelischen Jugend Schwerin, der das Schweriner HaLT-Netzwerk koordiniert, nimmt sogenanntes Komasaufen in der Gesellschaft zu. Wichtig sei es deshalb, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

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