STUTTG braucht ART

Künstler der baden-württembergischen Landeshauptstadt fürchten kulturpolitischen Kahlschlag

  • Von Barbara Martin, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Angekündigte Kürzungen im Kulturbereich sorgen in Stuttgart für Unruhe und Gegenwehr.

»Wenn die Sparmaßnahmen wie angekündigt kommen, werden wir unsere Ausstellungen von sechs auf zwei im Jahr reduzieren müssen.« Hans D. Christ, einer der Direktoren des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, hat bereits gerechnet. Einen Monat vor der Verabschiedung des städtischen Doppelhaushaltes 2010/2011 schlagen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt die Wellen gerade im Kunst- und Kulturbereich hoch. Grund: Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) hat umfangreiche Kürzungen angekündigt.

Die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren, besonders in einer Stadt, die von Daimler, Porsche und daran hängenden Zulieferern abhängig ist. Die Gewerbesteuer bricht weg, der Anteil an der Einkommenssteuer sinkt drastisch. Entgegen der ursprünglichen Planung fehlen der Stadt in den kommenden zwei Jahren 630 Millionen Euro Einnahmen. Ihr Konzept: neue Schulden in Höhe von 410 Millionen Euro, 25 Millionen Einnahmen durch höhere Gebüh...

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