Sarrazin – (k)ein Dachschaden

  • Von Otto Köhler
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Der Mitherausgeber der Zweiwochenschrift »Ossietzky« ist Träger des Kurt-Tucholsky-Preises.

Pünktlich, zur schwarzgelben Koalition, sein Bürgerliches Manifest: »Man möchte meinen, die deutsche Meinungs-Besitzer-Szene habe sich in einen Käfig voller Feiglinge verwandelt, die gegen jede Abweichung von den Käfigstandards keifen und hetzen.« Das erkennt – wie alle meinungsführenden Medien vorab meldeten – der Philosoph Peter Sloterdijk im Novemberheft des Zuchtorgans »Cicero«. Der wortgewaltige Möchter will uns sagen, dass jeder, der Thilo Sarrazin kritisert, ein Weichei ist.

Schon im Sommer, in der »Frankfurter Allgemeinen« – die »Zeitung für Deutschland«, wie sie sich im Untertitel nennt – hatte unser angesagter Philosoph die »Leistungsträger« zur »Revolution der gebenden Hand«, zum Steuerstreik, zum Klassenkampf von oben gegen die »Staats-Kleptokratie« aufgerufen, gegen die Herrschaft der Diebe, in der wir leben. Jetzt findet Sloterdjik in Thilo Sarrazin den Führer des ersehnten Aufstands gegen die Unte...


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