Hans-Dieter Schütt 07.11.2009 /

Träume und Trümmer

»Gertrud« von Einar Schleef am Berliner Maxim Gorki Theater

Vier Mal Gertrud: Friederike Kammer, Regine Zimmermann, Anne Müller, Sabine Waibel

Gertrud, Schleefs Mutter: lebenslange Gewährsfrau und Medium des Sohnes. Sie ist Einars Notwehr, als der Regisseur und Bühnenbildner in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts die ihn mürbende DDR verließ und im Westen Herr seiner Verlorenheiten und Verstörungen und Verstiegenheiten werden wollte. Werden musste. Es nicht konnte. Er schreibt über Gertrud so, wie man ein Rauschmittel nimmt; die Mutter bekommt das rasende, detailplatzende, atemberaubend auswuchernde Romanwort, und das drangvolle Gedächtnis der Frau entäußert ein Leben, das Zeitgeschichte zwischen Weimarer Republik, Drittem Reich und sozialistischem Deutschland als ununterbrochene Folge persönlicher, familiärer Schicksalsschläge wahrnimmt. Und spiegelt.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: