Erstes Osmosekraftwerk startet

Norwegische Testanlage geht nach zehn Jahren Forschung in Betrieb

  • Von Andreas Knudsen, Kopenhagen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Dem Traum von reiner Energie in unendlichen Mengen kommt Norwegen mit der Eröffnung des ersten Osmosekraftwerkes der Welt in der Nähe von Oslo einen kleinen Schritt näher.

Eine alte Zellulosefabrik in der Nähe von Oslo. Hier errichtete der staatliche Energiekonzern Statkraft eine Testanlage, wo aus dem Unterschied des Salzgehalts von Meer- und Flusswasser Energie gewonnen werden soll. Die erwartete Energieausbeute wird mit zunächst zwei bis vier Kilowatt nicht imponierend sein, aber in der Anlage soll vor allem das Kernstück der Technologie erprobt werden, die halbdurchlässige (semipermeable) Membran. Statkraft rechnet für 2015 mit einer Pilotanlage mit 25 Megawatt Leistung.

Das Kraftwerk beruht auf dem physikalischen Prozess der Osmose. Energie entsteht bei der Mischung von Süß- und Salzwasser, die in Becken für sich getrennt sind. Die halbdurchlässige Membran ermöglicht einen Wasseraustausch, da beide Wassermengen das Bedürfnis haben, den unterschiedlichen Konzentrationsgrad auszugleichen, und hält gleichzeitig das Salz zurück. Deshalb fließt das Süßwasser zum Salzwasser, so dass dort ein Überdruck ents...


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