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»ich bin keiner von uns«

Heute wird der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger 80 Jahre alt

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Deutscher Humor hat seinen festgelegten Beginn. Am heutigen elften Elften. Das Lustigsein bedarf gleichsam der Erlaubsfrist, und so sieht es denn mitunter auch aus. An solchem Datum auf die Welt zu kommen, gleicht einer Fügung, von der nicht sofort gesagt werden kann, ob sie Zuspruch oder spöttische Schmähung bringt.

Dass ein Dichter wie Hans Magnus Enzensberger an diesem Tag – 1929 in Kaufbeuren im Allgäu – geboren wurde, hat den Anschein einer provokativen Schöpferlaune. Aber es wäre jetzt falsch, den Hochmut des Geistesblitzers grob gegen das Profane von Fasching und Karneval zu setzen – Enzensberger ist in all seiner zuspitzenden und hochstehenden Zeitkritik doch mit den Jahren ein regelrechter Verständnispapst fürs Mittelmäßige, Einfältige, Alltägliche geworden. Er überschätzt den Menschen nicht, er sieht ihn verständnisvoll sieglos in den wechselnden Zeiten. Enzensberger ist kein Narr, aber doch wohl dessen nahe...


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