Ein »hässlicher Deutscher« unter schwarzer Kapuze

Urteil zum Mord an Ägypterin im Gerichtssaal soll heute fallen

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In Dresden wird gegen den Mann verhandelt, der am 1. Juli die junge Ägypterin Marwa el-Sherbini im Gerichtssaal tötete. Heute fällt das Urteil.

Khaled Othman ist der erste ägyptische Rechtsanwalt, der vor einem deutschen Gericht auftritt. Bevor er im Dresdner Landgericht indes seinen auffälligen Talar samt einer Schärpe voller Abzeichen anlegen kann, muss er sich wie alle Gäste an der Sicherheitsschleuse gründlich kontrollieren lassen. Warum eigentlich, fragt der junge Anwalt und blickt zur Panzerglasscheibe, die ihn vom Publikum trennt, »gab es solche Kontrollen nicht auch vor dem 1. Juli?«

Bis zu jenem Tag, sagt Oberstaatsanwalt Frank Heinrich, hatte Sachsen eine »offene Justiz«. Weil Bürger die Gerichte nicht als Festungen erleben sollten, gab es keinerlei Kontrollen. Das erlaubte es dem 28-jährigen Alex W., ein Klappmesser mit einer 18 Zentimeter langen Klinge zu einer Berufungsverhandlung zu bringen. Zu dieser kam es, weil die 31-jährige Ägypterin Marwa el-Sherbini den in Perm geborenen Spätaussiedler wegen Beleidigung angezeigt hatte. W. hatte sich auf einem Spielplatz g...

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