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»prager frühling« fragt Linke nach ihrem Gefühl für Deutschland

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Linke und Nation – ein Dauerbrenner, erst recht im Wendegedenkjahr 2009. Auch das Magazin »prager frühling« beschäftigt sich in seiner fünften Ausgabe mit diesem Thema. Allerdings nicht nur wegen der Ideologiemaschine, die mit den Einheitsfeierlichkeiten angeworfen wurde, sondern ganz praktisch wegen der strategischen Defensive, in der sich die Linke gegenüber globaler Krise und Lissabon-Prozess befindet. Die beiden Pole der Diskussion lassen sich bis heute durch zwei linke Intellektuelle markieren: Mit Marxens antinationalem Diktum – »die Arbeiter haben kein Vaterland« sowie Tucholskys Umfärbung – auch Pazifisten und Kommunisten sind ein Teil von Deutschland. Und die Kritik an der Nation als Zwangskollektiv lieferte Brecht in seinen Flüchtlingsgesprächen – »ich möchte mir eine Nation auswählen können«. Im Grunde hat sich an diesem Debattenstand nichts geändert.

Die meisten Autoren des »prager frühling« halten e...


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